Das Prüfverfahren zur BITV 1.0


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Prüfschritt 8.1.1
Zugängliche Alternativen für programmierte Objekte

Diese Version des Prüfschritts ist nicht mehr gültig!

Technische Angaben

Version bis 30.03.2005 | bis 16.10.2009 | bis 22.9.2011
BITV-Bedingung 8.1
Bewertungsalternativen ja / eher erfüllt / eher nicht erfüllt / nein / nicht anwendbar
Gewichtung hohes Gewicht (3 Punkte)
Abwertung auf "schlecht zugänglich"
Bezieht sich auf einzelne Webseite
Prüfschritt erfüllt Für programmierte Objekte gibt es zugängliche Alternativen.
Prüfschritt nicht anwendbar Programmierte Objekte sind nicht vorhanden.

Was wird geprüft?

Für die Bedienung von programmierten Objekten sollen Alternativen zur Verfügung stehen, die genutzt werden können, wenn die programmierten Objekte nicht aktiviert sind.

Warum wird das geprüft?

Programmierte Objekte ( Applets oder Objects) sind für Nutzer von verbreiteten Screenreadern nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Eine zugängliche Alternative ist daher erforderlich.

Wie wird geprüft?

1. Anwendbarkeit des Prüfschritts

Der Prüfschritt ist anwendbar, wenn der Webauftritt programmierte Objekte mit informativen Inhalten enthält, die eine eigene Bedienschnittstelle haben (also zum Beispiel Links oder Schaltflächen enthalten).

2. Prüfung

  1. Klären, welche Funktionen oder Inhalte über programmierte Objekte bereitgestellt werden
  2. Klären, ob diese Funktionen oder Inhalte auch zugänglich sind, wenn die programmierten Objekte nicht aktiviert sind

3. Hinweise

  • Keine programmierten Objekte im Sinne dieses Prüfschritts sind Flash-Elemente, Applets oder andere Objekte, die nicht vom Benutzer bedient werden müssen und von ihrer Aufgabe her eher als Grafiken eingeordnet werden können (zum Beispiel Schriftgrafiken, animierte Infografiken oder auch rein dekorative Grafiken). Für sie ist dieser Prüfschritt nicht anwendbar.
  • Videos, die als Flash-Objekte eingebunden werden, sind ebenfalls nicht Gegenstand dieses Prüfschritts.

Einordnung des Prüfschritts

Formulierung BITV:

Die direkte Zugänglichkeit der in Internetangeboten eingebetteten Benutzerschnittstellen ist sicherzustellen.

http://www.bik-online.info/info/gesetze/bitv/anlage_1.php#8-1

Deutsche Übersetzung der WCAG:

Machen Sie programmierte Elemente wie Scripts und Applets direkt zugänglich oder kompatibel mit assistiven Technologien [Priorität 1, wenn die Funktionalität wichtig und nicht an anderer Stelle verfügbar ist, sonst Priorität 2]

http://www.w3c.de/Trans/WAI/webinhalt.html#tech-directly-accessible

Einordnung im Themenbereich programmierte Objekte

Nach den "Techniken" der WCAG soll die Zugänglichkeit programmierter Objekte vorrangig durch eine HTML-basierte Alternative sichergestellt werden. Nur wenn dies nicht möglich ist, soll versucht werden, das programmierte Objekt direkt zugänglich zu machen:

If an applet (created with either OBJECT or APPLET) requires user interaction (e.g., the ability to manipulate a physics experiment) that cannot be duplicated in an alternative format, make the applet directly accessible.

Quelle: http://www.w3.org/TR/WCAG10-HTML-TECHS/#accessible-applets

Der BITV-Test folgt hier den HTML-Techniken. Damit ist auch die Forderung von Checkpunkt 6.3 weitgehend abgedeckt: die wesentlichen Funktionen und Inhalte des Webauftritts sollen auch verfügbar sein, wenn programmierte Objekte abgeschaltet oder nicht nutzbar sind. Im Sinne von Checkpunkt 8.1 schwächen wir diese Anforderung im BITV-Test allerdings ab: wenn ein alternativer, HTML-basierter Zugang nicht realisiert werden kann, ist die direkte Zugänglichkeit hinreichend.

Abgrenzung zu anderen Prüfschritten

  • Wenn Flash-Elemente im Sinne von Grafiken verwendet werden: Prüfschritte 1.1.2 und 3.1.1
  • Wenn Flash zur Bereitstellung von Videos verwendet wird: Prüfschritte 1.3.1 und 1.4.1
  • Zugänglichkeit ohne Scripte: Prüfschritt 6.3.1
  • Tastaturbedienbarkeit der restlichen Seite trotz Flash-Element: Prüfschritt 9.2.1

Grenzen des BITV-Tests

Im Rahmen des BITV-Tests wird nur überprüft, ob die Seite genutzt werden kann, wenn programmierte Elemente nicht aktiviert sind. Die direkte Zugänglichkeit von programmierten Objekten wird nicht geprüft. Webauftritte, die sich in wesentlichen Bereichen auf programmierte Objekte stützen, können im BITV-Test daher unter Umständen nicht abschließend bewertet werden.

Quellen

Artikel zu diesem Prüfschritt auf bik-online.info

  • Artikel zu Flash (04.03.2005)
    http://www.bik-online.info/verfahren/bitvtest/2005/flash.php

Beschreibung

If an applet (created with either OBJECT or APPLET) requires user interaction (e.g., the ability to manipulate a physics experiment) that cannot be duplicated in an alternative format, make the applet directly accessible.

If an applet creates motion, developers should provide a mechanism for freezing this motion (for an example, refer to [TRACE]). Also, please refer to the next section for information about making audio and video presentations accessible.

Quelle: http://www.w3.org/TR/WCAG10-HTML-TECHS/

Bedeutung

Scripts, applets, and other non-HTML objects may not be accessible or may not run on a particular user's system. An accessible alternative should exist in the HTML page in some fashion, at the minimum describing the function of the object, and desirably providing equivalent functionality.

Quelle: http://bobby.watchfire.com/bobby/html/en/gls/g115.html

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© 2003 - 2010 DIAS GmbH | Impressum | letzte Änderung 10.08.2006

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